ICare

Kurzbeschrieb Entwicklung einer europaweiten Online-Plattform zur Förderung der psychischen Gesundheit
Projektleitung Michael Schaub
Dauer 2015 - 2020
Förderung durch / Auftraggeber Europäische Union (Horizon 2020)
Kooperationspartner https://www.icare-online.eu/en/partners.html

Beschreibung des Projekts

In den letzten zehn Jahren hat sich die Forschungsgrundlage für internet-basierte Interventionen im Bereich Prävention und Behandlung von psychischen Störungen rapide vergrössert. Trotzdem haben viele europäische Länder (z.B. Deutschland, Österreich, Schweiz, Grossbritannien, Spanien) diese vielversprechenden Ansätze noch nicht in ihr Gesundheitssystem implementiert. Personen mit Risikoveranlagung oder ausgeprägten psychischen Störungen, die sich für Online-Interventionen interessieren, haben oft keinen angemessenen Zugang zu evidenz-basierten Online-Interventionen.

Das Ziel des ICare-Projekts ist es, ein reichhaltiges Modell der Gesundheitsförderung, Risikoerkennung, Krankheitsvorsorge und Behandlungserleichterung für die häufigsten Gesundheitsprobleme und psychischen Störungen (Depression, Angststörungen, Anpassungsstörung, Essstörungen/Gewichtskontrolle und Substanzmissbrauch) anzubieten, das Betroffenen und Fachpersonen bei der Auswahl und Nutzung von Online-Interventionen hilft. Um dieses Ziel zu erreichen bringen die beteiligten Projektpartner über 30 evidenzbasierte Online-Interventionen zusammen, von allgemeiner bis zielgerichteter Prävention, von Selbsthilfe bis Behandlung der entsprechenden Störung, angewandt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Gemäss einer Umfrage von Interessenvertretern wird das Modell in die bestehende Gesundheitsfürsorge und andere Einrichtungen in Deutschland, Grossbritannien, der Schweiz, Österreich und Spanien integriert, mittels

  1. Entwicklung eines validen und ökonomischen Online-Screenings für die Zuweisung von Individuen zu Interventionen
  2. Entwicklung der Technologie für eine gemeinsame E-Health Interventions-Plattform
  3. Entwicklung von Implementationsplänen
  4. Implementierung der evidenzbasierten Interventionen in die Gesundheitsfürsorge
  5. Evaluation und Vergleich der Machbarkeit, Akzeptanz, Reichweite, Wirksamkeit, Kosteneffizienz, Anpassung und Publikation inklusive Moderatoren der Intervention.

Das ICare-Projekt zielt auch auf eine Implementation ihrer Interventionen in die Gesundheitsfürsorge und eine Zusammenarbeit mit Gesundheitsdienstleistern über verschiedene EU-Länder ab.

Das Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ist hauptsächlich mit dem Arbeitspaket 4 (Resilienzförderung bei Studiumsanfängern) und 5 (indizierte Prävention von Depression und Angststörungen) beauftragt.