Behandlung

Historisch gesehen ist das ISGF im Zuge der Einführung und Evaluation der Heroingestützten Behandlung in der Schweiz entstanden und verfügt über eine breiten Leistungsnachweis in der Durchführung von Machbarkeitsstudien und randomisiert-kontrollierten Studien.

Nebst den klassischen Behandlungsevaluationen bei Opiatabhängigen, hat sich der Bereich der Behandlungsforschung vor allem auf sogenannte Tailored Interventions, also auf bestimmte, besonders vulnerable Zielgruppen abzielende Interventionen in der Rauchentwöhnung (mit oder ohne Medikamente bzw. Nikotinersatzprodukte) sowie bei der Behandlung von problematischem bzw. abhängigem Konsum von Cannabis und Kokain erweitert. Dabei finden vorwiegend sozialtherapeutische Methoden, Methoden der Motivierenden Gesprächsführung, aber auch Methoden aus der Kognitiven Verhaltenstherapie und familientherapeutische Ansätze Anwendung. Ein aktuelleres Beispiel ist die INCANT Studie, eine randomisiert-kontrollierte Multicenterstudie zur Überprüfung der Wirksamkeit von Multidimensionaler Familientherapie bei stark cannabiskonsumierenden Jugendlichen.

Inzwischen bilden im ISGF Interventionsstudien mittels neuen Medien wie SMS, Smartphones, Tablet-PC oder das Internet einen wichtigen Bestandteil des Forschungsbereichs Behandlung und ebenso desjenigen der Prävention und Frühintervention von Substanzstörungen.

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