Zum Umgang mit psychisch belastetem Klientel in schwierigen und bedrohlichen Situationen

Psychiatrische Grundlagen für die Arbeit im illegalen Drogenbereich

Zielgruppe:

Fachpersonen aus den Bereichen Pflege, Therapie, Sozialarbeit, Betreuung sowie weitere interessierte Berufsgruppen (auch Neueinstieg) im Tätigkeits­feld Sucht und psychische Störungen

Inhalte:

Bei einem Grossteil des Klientels mit Suchtproblemen und/oder psychischen Problemen gestaltet sich eine Beziehung zur beratenden, betreuenden oder therapierenden Fachperson nicht eben einfach. Hierarchien, Erwartungen und Veränderung allgemein können Angst machen. Für uns schwierige Situationen, verbale oder gar handfeste Aggressionen sind im Berufsalltag mit dieser Klientel nicht selten. Je nach psychiatrischem Störungsbild, den persönlichen Erfahrungen und der Art der therapeutischen Beziehung ergeben sich unterschiedliche Spannungsfelder. Auch bei Fachpersonen kann dies Unsicherheit, Ohnmacht, Ablehnung, Angst oder Wut auslösen.
Der halbtätige praxisnahe Kurs widmet sich daher folgenden Fragen:

  • Welche typischen Konfliktsituationen entstehen in Zusammenhang mit bestimmten psychiatrischen Störungsbildern (Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenien u.a.)?
  • Welche schwierigen Situationen kennen Sie aus Ihrem Berufsalltag? Wie sind Sie vorgegangen, welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
  • Welche Reaktion ist in welcher Situation angemessen? Was könnte sich bewähren, was sollte vermieden werden? Wie können Sie das Setting gezielt gestalten, zur De-Eskalation beitragen und sich selber schützen?
  • Wann ist welche externe Hilfe notwendig? Wo liegt die Grenze, deren Überschreitung zum Behandlungsabbruch führt?
  • Welche Möglichkeiten der Prävention bestehen?
Ziele:

Die Teilnehmenden lernen die Zusammenhänge von psychiatrischen Störungsbildern und Schwierigkeiten in therapeutischen oder begleitenden Beziehungen kennen.
Bewährte Ansätze zum angemessenen Umgang mit „schwierigem“ oder aggressivem Klientel und zur De-Eskalation werden vorgestellt und reflektiert.
Erfahrungen aus dem eigenen Berufsalltag der Teilnehmenden werden besprochen.

Organisation: lic. phil. Susanne Schaaf, ISGF
ReferentInnen:

Dr. med. et lic.phil. Maja Maurer, ehemals als Psychiaterin u.a. beim Stadt-ärztlichen Dienst Zürich tätig, langjährige Erfahrung im Bereich Suchthilfe, pensioniert, selbständig als Beraterin und Dozentin tätig

Termin:

Dienstag, 24. März 2020
13.15 bis 17.15 Uhr

Kursort: Nähe Zürich Hauptbahnhof; Kursort wird nach Ablauf der Anmeldefrist bekannt gegeben
Kosten:

Fr. 180.- (inkl. Kursunterlagen) wird Ihnen nach Anmeldeschluss in Rechnung gestellt.

Anmeldeschluss: 02.03.2020 (Anmelden)