Kaufsucht im Zeitalter des Internets

Kurzbeschrieb Umfrage zum Kaufsuchtverhalten in der Schweiz mit Unterscheidung zwischen Online und traditionellem Einkaufsverhalten
Projektleitung Michael Schaub
Dauer 04.2019 – 04.2020
Förderung durch / Auftraggeber Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Kooperationspartner  

Ausgangslage

Die wissenschaftliche Betrachtung der Kaufsucht ist gekennzeichnet durch Kontroversen hinsichtlich der adäquaten Kategorisierung des Störungsbilds als Sucht. Auch ist unklar, ob Kaufsucht beim Online-Shopping im Gegensatz zu traditionellem Einkaufen eine weitere Facette des gleichen zugrundeliegenden Problems darstellt oder ob es sich um qualitativ unterschiedliche Störungsbilder handelt. In früheren Untersuchungen zeigten sich vor allem jüngere Frauen mit geringerem Bildungsgrad als vulnerabel für traditionelles Kaufsuchtverhalten. Neuere Studien weisen jedoch auf deutlich komplexere Zusammenhänge hin. Die aktuelle Situation in Bezug auf die Schweizer Bevölkerung ist dabei nicht bekannt.

Zielsetzung

Es soll untersucht werden, ob sich das Kaufsuchtverhalten in der Schweizer Bevölkerung im Vergleich zur letzten repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2003 hinsichtlich der Prävalenz und der soziodemographischen Merkmale Betroffener verändert hat. Dabei soll zwischen Online-Shopping und traditionellem Kaufsuchtverhalten unterschieden werden.

Methodik

Das wissenschaftliche Marktforschungsinstitut gfs zürich wurde mit der telefonischen Befragung einer repräsentativen Zielstichprobe von 1000 Personen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz beauftragt. Neben soziodemographischen Merkmalen (Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen, Sprachregion, städtischer versus ländlicher Lebensraum) wurde Kaufsuchtverhalten mit der Bergen Shopping Addiction Scale getrennt für Online-Shopping und traditionelles Kaufsuchtverhalten erhoben.

Bedeutung

Dieses Projekt ist die erste Studie, die Kaufsuchtverhalten in einer repräsentativen Schweizer Stichprobe und mit einer Unterscheidung zwischen verschiedenen Kauf-Modalitäten untersucht. Es trägt somit wesentlich zum besseren Verständnis des Störungsbilds und der aktuellen Situation in der Schweiz bei.

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