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Einsamkeit im Alter - Wege aus der Einsamkeit

Kurzbeschrieb Förderung der Selbstaktivierung und sozialen Teilhabe  bei Senioren und Seniorinnen 65+ im Bereich Gesundheitskompetenz
Projektleitung Susanne Schaaf
Projektdauer 01.2022 - 12.2026
Förderung durch / Auftraggeber Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz und weitere Stiftungen (siehe Projektseite www.einsamkeit-im-alter.ch)
Kooperationspartner Gemeinden, Kirchgemeinden, Pro Senectute und weitere

Beschreibung des Projekts

Soziale und emotionale Einsamkeit im Alter sind verbreitet und zudem mit einem Stigma behaftet. 160’000 Personen im Alter über 62 Jahren leiden in der Schweiz unter Einsamkeit (Pro Senectute, 2022). Darüber zu sprechen, fällt vielen Betroffenen schwer. Mangelnde soziale Einbettung, eingeschränkte Mobilität, Schmerzen u.a. begünstigen Einsamkeit als Risikofaktor für psychische und körperliche Gesundheit (Millius et al., 2020).

Selbstbestimmung, soziale Teilhabe und eine gesundheitsförderliche Lebensqualität sind zentrale Bedürfnisse von älteren Menschen (bmbf, 2021). Ziel des Projektes ist daher die Förderung der gesundheitsrelevanten Ressourcen und der Gesundheitskompetenz von Menschen 65+ im Bereich soziale Teilhabe (der Entwicklung von sozialer und emotionaler Einsamkeit entgegenwirken) durch Information, Sensibilisierung,  Anregung zur Selbstaktivierung und individualisierte Unterstützung.

Vier Senioren-Schauspielende des Theaterensembles Obertor führen ein kurzes, facettenreiches Theaterstück in Mundart auf. Die Themen Einsamkeit je nach Lebenssituation und Ideen für mehr soziale Teilhabe werden verständlich und unterhaltsam, aber ohne Klamauk umsetzt. Das Theaterstück dient als motivierender Einstieg ins Thema. Anschliessend findet jeweils eine professionell moderierte Gesprächsrunde statt. Die Senioren und Seniorinnen tauschen sich über das Theater und persönliche Erfahrungen aus, bringen eigene Wünsche und Ideen ein. Durch den Austausch, die partizipative Mitwirkung und die Vermittlung von alltagsrelevantem Wissen zu diesen Themen werden die Senioren und Seniorinnen angeregt und unterstützt, ihre Ressourcen zu mobilisieren und die eigene Gesundheitskompetenz zu fördern. Die Anlässe finden in Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Projektpartnern (Gemeinden, Kirchgemeinden, Fachorganisation für Alter) statt. Die Projektpartner stellen Räumlichkeiten und Infrastruktur zur Verfügung und übernehmen die Einladung und Bewerbung des lokalen Anlasses, der in bestehende Gefässen wie Seniorennachmittage u.ä. integriert wird.

Ein wichtiger Aspekt ist die Bekannt- und Sichtbarmachung der bestehenden lokalen Angebote. Dies geschieht neben Info-Tischen (Flyer, Broschüren) z.B. in Form eines Inputs des/der Altersbeauftragten, einer kurzen Vorstellung der Angebote durch die Vereinsvertretungen oder in Form von begleiteten Info-Inseln. Auf diese Weise kann der Elan aus der Veranstaltung mit den Angeboten vor Ort verbunden werden.

Mit dem Pilotprojekt (2022-2023), das hauptsächlich in den Kantonen Zürich und Bern durchgeführt wurde, wurden über 1'000 Senioren und Seniorinnen erreicht. Das Projekt fand sowohl bei den Teilnehmenden als auch bei den gastgebenden Institutionen grossen Anklang. Das Projekt befindet sich derzeit in der Multiplikationsphase (2024-2026) und wird in verschiedenen Regionen der Deutschschweiz umgesetzt.