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Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung

Auszeichnung für den wissenschaftlichen Direktor des Schweizer Instituts für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF

PD Dr. phil. Michael P. Schaub, wissenschaftlicher Direktor des ISGF, ein mit der Universität Zürich assoziiertes WHO collaborating centre, wird mit dem Preis des European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (EMCDDA) für wissenschaftliche Artikel 2014 geehrt. Die Ehrung der 4 Gewinner fand am 25. November 2014 am Sitz des EMCDDA in Lissabon statt; sie wurden durch eine hochrangige Jury aus den Erstautoren von 64 nominierten Arbeiten ausgewählt. Die preisgekrönte Publikation von Dr. Schaub ist unter Building a European consensus on minimum quality standards for drug treatment, rehabilitation and harm reduction abrufbar.

Preisübergabe an Michael Schaub (mitte) durch den Direktor des EMCDDA Wolfgang Götz (links) und den Chair of Scientific Comittee Gerhard Bühringer (rechts)

Mit dem 2011 von der EMCDDA und ihrem Wissenschaftlichen Ausschuss eingeführten Preis werden wissenschaftliche Artikel und hochwertige Forschungsarbeiten im Bereich illegaler Drogen ausgezeichnet. Ausnahmsweise wurde ein Forscher aus einem Land, das keine vertragliche Bindung zum EMCDDA hat, ausgewählt. Indirekt wurden damit das gesamteuropäische Forschungsprojekt „Minimal quality standards in drug demand reduction“ EQUS und alle daran beteiligten Wissenschaftler geehrt. Das von der Europäischen Kommission finanzierte Projekt war dem ISGF zugesprochen worden. Mit Hilfe eines internationalen Netzwerks von Experten sichtete es Inhalte und Eigenschaften von Qualitätskriterien im Bereich illegaler Drogen weltweit. Daraus wurde ein Katalog von Standards für Therapie und Schadensminderung erstellt, in einem aufwendigen Verfahren durch eine grosse Zahl von einschlägigen Fachleuten aus Forschung und Praxis bewertet und in einer gesamteuropäischen Tagung verabschiedet, an der auch Modelle der Umsetzung zur Sprache kamen. Im Präventionsbereich konnten die Ergebnisse eines anderen EU-Projektes übernommen werden. Erste Schritte zur Implementierung auf nationaler Ebene sind seither eingeleitet worden. EQUS kann als Meilenstein in Richtung auf eine wissenschaftlich abgesicherte Qualitätssicherung im Umgang mit Drogenproblemen gelten. Die Zusammenfassung des Forschungsberichts kann unter Minimum Quality Standards in Drug Demand Reduction EQUS (english)eingesehen werden.

Für das ISGF stellt es eine besondere Genugtuung dar, dass der ehemalige Direktor des Instituts, Prof. Dr. Jürgen Rehm von der Technischen Universität Dresden, einer der drei weiteren diesjährigen Preisträger ist.

26.11.2014,

Prof. Ambros Uchtenhagen ISGF


Information für Journalisten:

PD Dr. Michael P. Schaub

Tel. 044 448 11 60

E-Mail: michael.schaub@isgf.uzh.ch

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